Das Recht am gesprochenen Wort schützt die Möglichkeit des Einzelnen, sich in der Kommunikation nach eigener Einschätzung situationsangemessen zu verhalten und sich auf die jeweiligen Kommunikationspartner einzustellen. Dazu gehört die Befugnis, selbst zu bestimmen, ob der Kommunikationsinhalt einzig dem Gesprächspartner, einem bestimmten Personenkreis oder der Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Verletzungen des Rechts am gesprochenen Wort können gemäß § 201 StGB strafrechtlich sanktioniert werden. Im Bereich der Telekommunikation ist das gesprochene Wort ergänzend durch das Fernmeldegeheimnis gemäß Artikel 10 Absatz 1 GG bzw. durch § 3 TTDSG und § 206 StGB besonders geschützt.