Beispiele für eine Auftragsverarbeitung und solche die KEINE Auftragsverarbeitungen darstellen.

Auftragsverarbeitung JA:

  • Einschaltung externer Wartungsdienstleister und sonstige EDV-, Telekommunikations- oder IT-Dienstleister mit Fernzugriff auf Ihre Daten, externe Rechenzentren, E-Mail-Provider, Cloud-Anbieter wie G-Suite,
  • Auslagerung der Backup-Sicherheitsspeicherung und anderer Archivierungen, z.B. Dropbox und Google-Drive,
  • ein externes Lohnbuchhaltungsbüro (Achtung: Nicht der Steuerberater, falls er diese Tätigkeit übernimmt),
  • ärztliche/zahnärztliche Verrechnungsstellen ohne Forderungsverkauf,
  • externe Personen, Dienstleister usw., die im Auftrag Messwerte in Mietwohnungen (Heizung, Strom, Wasser etc.) ablesen und/oder erfassen bzw. verarbeiten,
  • Visabeschaffungsdienstleister, die hierfür vom Arbeitgeber Beschäftigtendaten erhalten,
  • Callcenter zur Kundenbetreuung,
  • externe Agenturen zur Durchführung von Marketingaktionen,
  • schließlich ist sogar der Abfallentsorger (»Shredderdienst«) als Auftragsverarbeiter anzusehen, sofern er Zugriff auf entsorgte Papiere oder zu schreddernde Speichermedien hat, die personenbezogene Daten enthalten.

Auftragsverarbeitung NEIN:

Keine Auftragsverarbeiter, sondern eigenständig Verantwortliche sind aber eigenständig agierende Berufsgruppen, z.B. Berufsgeheimnisträger wie etwa Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte, Bankinstitute für Überweisungen oder die Post für ihre Dienstleistungen, aber auch Inkassobüros mit Forderungsabtretung; weiterhin WEG-Verwalter, Detektive bei Observierungen und Ausforschungen, Hersteller sowie Großhändler, die von Einzelhändlern für mit Endkunden vereinbarte Direktlieferungen die Endkundenadressen erhalten, Insolvenzverwalter, Handelsvertreter im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit etc. Man spricht in diesen Fällen von Inanspruchnahme fremder Fachleistungen bei einem eigenständig Verantwortlichen.

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